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Der Brötchenturm zu Babel


Es hatten alle Backwaren eine Sprache und lange Arme. Da sie nun zogen durch öde Orte, fanden sie ein ebenes Land in Erfurt und wohnten daselbst. Und sie sprachen zueinander und vollführten Gesten mit ihren langen Armen. Wohlauf, lasset uns Brötchen formen und backen! Und sie nahmen den Teig und den Backofen und sprachen: Lasset uns einen Brötchenturm bauen, dessen Spitze bis an den Himmel und viel weiter reicht, auf dass wir uns einen Namen machen und in ein paar tausend Jahren ins Fernsehen kommen! Denn wir werden sonst zerkrümelt und zerstreut in alle Bäckereien bis hin nach Bielefeld.

Da fuhr der BROTT, Schöpfer aller Backwaren und jenes höhere Wesen, das die sieben Hardcore-Bernd-Fans verehren, in seinem Brot-O-Mobil hernieder und sah die Türme, die von den Broten gebaut wurden. Und der BROTT sprach: “Sach mal, seid Ihr denn nun total bekloppt, Ihr wirren Brote? Wisst Ihr eigentlich, was Euren Brotbabys passieren könnte, wenn die auf Eure Türme krabbeln? Verdammt, ich wünschte, es gäbe schon die EU, die eine Vorschrift dagegen erlassen würde, aber das dauert noch ein paar tausend Jahre. Mist. Bis dahin werdet Ihr unermessliches Unheil angerichtet haben, also werde ich nun in meinem gerechten Zorn eine Strafe aussprechen!”

Also sprach der BROTT und kürzte die Arme der Brote, auf dass sie keine Bauwerke mehr errichten können. Und seit diesem Tage haben die Brote zu kurze Arme.

Diese Episode in der Geschichte des Brotologismus inspirierte den berühmten Künstler Pieter Brotel den Altbackenen zu seinem Meisterwerk Brotturm zu Babel:

broghel-brtchenturm-zu-babel-kopie.jpg (158241 Byte)