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Mara und der Feuerbringer


Tommy, bisher hast Du Dich ja vorwiegend mit dem Medium Fernsehen beschäftigt. Wie kamst Du auf die Idee, ein Buch zu schreiben?

tommy.jpg (11905 Byte) Eigentlich wollte ich ein Konzept für eine TV-Mystery-Serie schreiben und zwar ohne die ganzen amerikanischen Serien-Klischees. Ich wollte, dass das ganze irgendwie, naja… lokal rüberkommt. Nicht, weil ich was gegen amerikanische Serien habe – ganz im Gegenteil – aber im Originalton sprechen die ja auch Dialekte und beschäftigen sich mit amerikanischen Themen. Und ich wollte eben, dass meine Helden hier zuhause sind und sich mit Themen beschäftigen, die uns umgeben und prägen. Und so bin ich dann relativ schnell auf die nordisch-germanische Mythologie rund um Odin, Thor und Co. gestoßen. Aber erstens kannte ich mich damit null aus und zweitens hatte ich keine zündende Idee für einen ungewöhnlichen Helden. Also musste ich erstmal vieeeeeel lesen… und als ich merkte, dass auch das nicht reichen würde suchte ich Kontakt zu Professor Rudolf Simek. Der ist eine anerkannte Koryphäe in dem Gebiet und unterstützte mich als Berater, mit Tipps für Bücher und Bildmaterial.

Und warum einen Kinderroman?

Jugendroman J.  Naja, plötzlich stand da dieses mürrische vierzehnjährige Mädchen namens Mara vor mir und wollte geschrieben werden. Und mit einem Mal fielen alle Überlegungen und Ideen wie einem Puzzle von alleine an die richtige Stelle, ich wusste dass es ein Roman werden würde und ich musste es nur noch abschreiben! …Haha. Nein, ab da ging es erst richtig los. Denn ich hatte mir zum Ziel gesetzt, alle historisch-mythologischen Fakten 100% sauber zu recherchieren und damit dem aktuellen Stand der Forschung zu entsprechen. Ich hatte es mir nicht einfacher vorgestellt, sondern ich hatte es mir gar nicht vorgestellt. Und das war gut so… Ich sehe keinen Grund, warum man nicht auch einen Roman für die „Harry-Potter-Zielgruppe“ sauber recherchieren sollte. Und hinten im Buch gibt es darum auch einen Anhang mit Erklärungen von Prof. Simek plus eine ganz subjektive Bücherliste von mir. Vielleicht hat der eine oder die andere ja Lust, selbst weiter zu forschen.

Dein Buch ist eine Mischung aus Alltag, Krimi und Fantasy. Wie kam es dazu?

Ich schreibe am liebsten über Dinge, die ich kenne oder zu denen ich irgendeinen Bezug habe. Ob das jetzt meine Abneigung gegen Camping ist, die ich dann Bernd das Brot durchleiden lasse, oder wie in „Mara“ eine Mutter die sich für esoterische Praktiken interessiert… Also nicht dass hier jemand meint, dass meine Mutter…

Dazu wollte ich gerade kommen. Denn teilweise nennst Du in Deinem Buch ja reale Personen. Gibt es Mara und Co. also auch im wirklichen Leben?

Ehrlich gesagt, hatte ich nur für Mara keine reale Person vor mir. Außer vielleicht mir selbst und meinen Erinnerungen an die Schulzeit, in der ich mich fühlte wie ein Außerirdischer. Aber die meisten anderen Personen schwirren mehr oder weniger real in meinem Leben herum. Manche sind aber auch eine Kombination aus mehreren Menschen und dann mit einem Namen versehen, der es weniger offensichtlich macht. Ok, oder noch offensichtlicher… Mist.

Wie lange hast Du an dem Roman gesessen?

Wenn man die Zeit mit dem TV-Konzept hineinrechnet, dann waren es dreieinhalb Jahre. Aber wirklich an dem Buch geschrieben habe ich letztlich ein Jahr.

Sind weitere Bücher von Dir zu erwarten?

Na wenn sich Band 1 einigermaßen verkauft, hoffe ich dass der Verlag die Option wahrnimmt und mich Band 2 und 3 schreiben lässt. Ach ja und nach wie vor will ich ein Camping Hassbuch schreiben. Hier würde mich Bernd sicherlich unterstützen.